Stadt-Info

Die aktuell vorherrschenden Konflikte in der Welt, zum Beispiel in Syrien, in Afghanistan, im Irak oder in der Ukraine, führten im Herbst 2015 zu kontinuierlich und deutlich steigenden Flüchtlingszahlen. Das gilt für Brandenburg ebenso wie für alle anderen Bundesländer. Somit hat auch Frankfurt (Oder), wie andere Brandenburger Kommunen, in der vergangenen Zeit verstärkt Geflüchtete aufgenommen.  Ende 2015 waren dies insgesamt ca. 650 Personen.

 

Anfang Juli 2016 befanden sich insgesamt 501 Flüchtlinge in der Stadt.

Die von Frankfurt (Oder) aufgenommenen Geflüchteten leben zunächst in Gemeinschaftsunterkünften. In Frankfurt gibt es derzeit die Gemeinschaftsunterkunft "An den Seefichten". Im Sommer 2016 sind in der Gemeinschaftsunterkunft 177 Geflüchtete untergebracht. In Wohnungen leben weitere 324 Menschen. Nicht mit eingerechnet sind die Erstaufnahmestellen, in denen sich momentan 87 Personen befinden. Die Hauptherkunftsländer sind Syrien, die Russische Föderation, Pakistan sowie Afghanistan und Eritrea.

Die Stadt bemüht sich, im Anschluss an den Aufenthalt in der Gemeinschaftsunterkunft, im Rahmen der dezentralen Unterbringung den Asylsuchenden möglichst zeitnah den Umzug in eine Wohnung zu ermöglichen. Dazu wurden im April 2015 eine Kooperationsvereinbarung und im Oktober 2015 ein Generalmietvertrag zur Bereitstellung von Wohnungen mit der städtischen Wohnungswirtschaft geschlossen. Der Umzug in Wohnungen wird momentan sukzessive umgesetzt.

Nach maximal sechs Monaten in der Erstaufnahmeeinrichtung werden die Geflüchteten innerhalb Brandenburgs nach einem Schlüssel auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Frankfurt (Oder) nimmt demgemäß ca. 2,2 % der Asylsuchenden in Brandenburg auf.

Ende 2015 zeigten viele Frankfurterinnen und Frankfurter beeindruckende Hilfsbereitschaft. Spendenangebote konnten vermittelt werden und auch das ehrenamtliche Engagement zu Gunsten der geflüchteten Menschen ist groß. Dies sind wichtige Bausteine für eine freundliche und offene Willkommenskultur in unserer Stadt.

Wir hoffen, dass auch mit Unterstützung des HelpTo-Portals Helfende und Hilfesuchende unbürokratisch und ohne Umwege möglichst gut zusammenfinden.

 

Weitere Informationen:

https://www.frankfurt-oder.de/stadt/RathausVerwaltung/DezernateAemter/D3/Integrationsbeauftragte/Seiten/Kuenftig-fruehzeitige-Informationen-über-Asyl--und-Fluechtlingssituation-in-Frankfurt-(Oder).aspx